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논문 기본 정보
- 자료유형
- 학술저널
- 저자정보
- 발행연도
- 2008.12
- 수록면
- 144 - 167 (24page)
이용수
초록· 키워드
In Animal triste (1996) thematisiert Monika Maron die unmogliche Liebe zwischen der Ich-Erzahlerin, einer Ostberliner Palaontologin, und ihrem Gelieten Franz, einem Ulmer Ameisenforscher. Nach seinem Tod zieht sie sich in ihre Wohnung zuruck und erinnert sich an ihre Begegnung und leidenschaftliche Liebe. So befindet sich die Hauptfigur in einem Zustand der Isolation von der Außenwelt, obwohl sich die Welt durch den Mauerfall geoffnet hat. Diese private Beziehung hangt eng mit der deutschen Geschichte zusammen: Die Kindheit nach dem zweiten Weltkrieg, das Leben im Osten und im Westen, schließlich die Wiedervereinigung. So wird hier beschrieben, dass diese Liebe als Ost-West-Begegnung fungiert. Der Fall der Mauer bietet der Ich-Erzahlerin die Moglichkeit, nicht mehr ideologisch gefuhrt zu leben, sondern individueller Begierde zu folgen. Sie entdeckt die triebhafte Liebe, die als Kompensation fur alle Mangel der Vergangenheit erscheint. Dadurch wird bei Maron die Wende weniger als ein politisches Ereignis denn als die Chance beschrieben, sich individuellem Gluck zu widmen, was im System der DDR nicht ohne Weiteres moglich war. In der verspateten Jugendliebe erfahrt die Ich-Erzahlerin die korperliche, triebhafte, gar tierische Liebe, die aber in der Zivilisationsentwicklung unterdruckt und gezahmt werden muss - auf diese Weise erklart sich auch der Titel Animal triste. Dieser Versuch entbloßt sich bald jedoch als eine Illusion: Neben dem Sozialismus die zweite Desillusionierung. Denn trotz der intensiven Liebesbeziehung kommt die Ich-Erzahlerin weder zu dem ersehnten Gluck noch zu einer gleichwertigen Partnerschaft, sondern zu einer Unterwerfung der ‘Ostfrau’ unter den ‘Westmann’. Die beiden konnen auch nicht das unterschiedliche kulturelle Gedachtnis uberwinden. Außerdem wird eine unsichtbare Grenze zwischen der zivilisierten Welt (West/Mann) und der barbarischen (Ost/Frau) festgestellt. Auf diese Weise wird die neue, imaginare Gemeinschaft zwischen Ost und West als Illusion dargestellt. Die Suche nach einer Identitat des vereinigten Deutschlands scheint gescheitert zu sein.
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