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초록· 키워드
Der aufklarerische moderne Diskurs, der die Ratio und die Identitat des Subjekts behauptet hat, produzierte die Anderen durch den Ausgrenzungsmechanismus. Aber die Postmoderne wurde auf das Problem des Anderen und der Alteritat noch starker aufmerksam, weil Vorurteile und Hass gegen die Anderen immer noch ernste Probleme hervorrufen. Die Aufgabe dieses Aufsatzes ist zu untersuchen, wie das Andere in der Literatur gestaltet wird, besonders in Bezug auf das Vampir-Motiv in Elfriede Jelineks Krankheit oder Moderne Frauen. Seit dem 19. Jahrhundert wurde der Vampir als die Figur des Anderen, die Risse und Chaos herbeifuhrt, literarisch dargestellt. In der kulturellen Geschichte haben sich die Bedeutung und die Funktion des Vampir-Motivs verandert, dabei erscheinen die Themen, z.B. Krankheit und Tod, ewiges Leben, Liebe und Sexualitat, Macht und Feindschaft sehr haufig. Im Besonderen wurden das Geschlechtsverhaltnis und sexuelles Verlangen als Hauptthema behandelt. In Jelineks Krankheit wird der Vampirismus als das 'Dazwischen' zwischen Sein und Nicht-Sein, Tod und Nicht-Tod paradox charakterisiert. Der Vampirismus in Krankheit ist die Metapher fur die Ortslosigkeit der Frauen, die in der mannlichen Gesellschaft geschlechtlich unterdruckt wurden, und zugleich die fur die weibliche Kunstproduktion. Daruber hinaus erinnert das Vampir-Motiv durch die Intertextualitat und die metonymischen Deutungsmoglichkeit an die verschiedenen Anderen wie z.B. Juden. Damit verrat Jelinek, wie die Anderen in der mannlichen faschistischen Herrschaft produziert werden. Dabei stellt sich heraus, dass das vampirische Bild der Frauen ein Konstrukt der mannlichen Projektion und der diskursiven Strategien des Logozentrismus ist. Hier entsteht das Dilemma, in dem sich die vampirische Existenz der Frauen befindet, namlich das zwischen dem Bild des Anderen des Mannes und der schwebenden, instabilen Identitat der Frauen. Einerseits wird die Frau auf das durch die mannliche Projektion verkehrte Bild festgelegt. Aber andererseits weist die vampirische Existenz auf das unreprasentierbare 'Dazwischen' hin, das die Identitat und Subjektivitat demontiert. Aber gerade in diesem Dilemma eroffnet Jelinek die Risse zwischen dem mannlichen projektiven Frauenbild und der außer dem Symbolischen ‘irgendwo‘ existierenden realen Frau.
Am Ende des Dramas werden die Vampirinnen als Doppelgeschopf von den Mannern erschossen. Nach dem Tod der Frauen mussen die Manner auch Vampire werden, und das bedeutet, dass die mannliche Existenz durch die Verneinung des Anderen auch zerstort werden muss, und dass die mannliche Identitat ins Wanken geraten muss. Jelinek stellt mit dem Vampir-Motiv die Ambiguitat der Grenze zwischen dem Gleichen und dem Anderen und die Ungerechtigkeit des Ausgrenzungs- mechanismus dar. Kurz gesagt, die Ausgrenzung des Anderen fuhrt zu der Zerstorung oder dem Monstros-Werden des Menschen.
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