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Buchner schildert die von ihm erfahrene und beobachtete Realitat sachlich wie ein Historiker, aber unter Zufugung von Asthetik und Humanismus. Besonders im "Lenz" werden nicht nur Buchners Kunstvorstellung, sondern auch tiefgehende Erfahrungen und Krisen wie das Scheitern der Existenz, uberzeugend dargestellt; fur den Protagonisten ist der Irrsinn außerlicher Ausdruck des Versuchs die eigene Angst zu uberwinden. Daher muss sich eine Untersuchung des "Lenz" auch mit der Ursache des Wahnsinns und der Angst beschaftigen, die sich aus philosophischer, psychologischer, psychatrischer, sozialen, diereligioser Perspektive ananasieren lasst. Eine adaq ates Verstadinis des kunstvollen und vielseitigen Werks Buchners ist daher nur durch ein Einbeziehen dieser diversen und mannigfaltigen Ansatze moglich. Diese Untersuchung unternimmt den Versuch einer Interpretation, die sich durch ein Zusammenfassen dieser Perspektiven dem Aufbau und der Bedeutung des sozialen Raums des "Lenz" nahert.
Jeder Autor entwickelt eigene Ausdrucksweisen von sich dem Leser zu vermitteln, und jedes Werk entfaltet seine besonderen Eigenheiten bezuglich des kunstlerischen Ausdrucks. In dieser Hinsicht kann der Raum im "Lenz" in den Raum des Selbst, den sozialen Raum und den Raum der Natur unterschieden werden. In der vorliegenden Arbeit wird der soziale Raum untersucht, in dem sich der Charakter der gesellschaftlichen Krafte zeigt, die den Protagonisten in den Wahnsinn treiben, und den Prozess der Beschneidung seines Selbst darstellt. Es gibt Interpretationen, die den "Lenz" als Erzahlung einer psychologisch pathologischen Situation verstehen und damit in Gegensatz zu Buchners Dramen stellen, die sein gesellschaftliches Engagement in soziale Bewegungen widerspiegeln. Die vorliegende Arbeit hingegen sucht die Ursachen fur Lenzens Unsicherheit und Angst in der grundsatzlich absurden Situation der burgerlichen Klassengesellschaft. Wie der Mensch immer nur ein gesellschaftliches Produkt ist, ist auch Lenzens Vater, der den Ursprung seiner weltanschaulichen Verwirrung und Krisen markiert, nur eine Marionette der geschichtlich hergestellten Gesellschaft. So kann auch Lenz, der sich der Gesellschaft widersetzt und versucht sein Selbst zu verwirklichen, nur schwer seinem elendigen Schicksal entfliehen. Im ?Lenz“ treten diese gesellschaftlichen Krafte nicht direkt auf, sondern vermittelt als wallende Angriffe durch den Auftritt Kaufmanns, im Brief des Vaters, im Fehlen des Pfarrers Oberlin und in seinem Drangen auf eine Ruckkehr in die Heimat, die den Wahnsinn und die Angst stetig vorantreiben. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs; die gewaltigen sozialen Krafte, die als ?Alp des Wahnsinns“ dargestellt werden wirken als formlose Schicksalhaftigkeit unablassig auf ihn ein. Daher beschaftigt sich diese Untersuchung mit biographischen Elementen, die in den Eigenschaften der sozialen Krafte, dem Verhaltnis zum Vater und seinem Brief und der Bedeutung dieses Briefes zum Ausdruck kommen. Die Forderung des Vaters in die Heimat zuruckzukommen und das Bedrangen des zustimmenden Pfarrers Oberlin definieren seine Muhen in Waldbach eine eigene Identitat zu finden und die Hoffnung auf eine Heilung des Selbst als sinnlose Irretaten und treiben ihn vollends in den Wahnsinn. Hier schillert Buchners paradoxe Sprache wie ein Edelstein; denn es entsteht das Paradox, dass eben diese sinnlosen Irrsinnigkeiten fur Lenzens Uberleben und Selbstverwirklichung notwendig sind, und daher die so rationalen Forderungen und Bedrangen seines Vaters und des Pfarrers Oberlin zu "Fluchen" werden, die Lenz in den Wahnsinn treiben. Seine Gewissensnot, den Tod von Friederike und Mutter verursacht zu haben, die seine emotionalen Stutzen waren und seinen inneren Raum des Selbst konstituierten, besiegeln sein Schicksal des unvermeidlichen Irrsinns. Er wird zum Spielball des Schicksals und der einzige Ausweg, der dem Protagonisten bleibt, ist desinteressierte Resignation.
Im ?Lenz“ wird die Geschichte eines talentierten und vielversprechenden jungen Schriftstellers dargestellt, der bedrangt durch seine allzu vernunftige Verwandschaft und einer von konkurrenz gepragten burgerlichen Gesellschaft in den Wahnsinn getrieben wird. Buchner erzahlt diese Geschichte anhand indirekter Ausdrucksformen, die sich in raumlichen Formen versinnlichen und im verzerrten Bild das Paradox des Wahnsinnigen widerspiegeln.
Buchner schildert die von ihm erfahrene und beobachtete Realitat sachlich wie ein Historiker, aber unter Zufugung von Asthetik und Humanismus. Besonders im "Lenz" werden nicht nur Buchners Kunstvorstellung, sondern auch tiefgehende Erfahrungen und Krisen wie das Scheitern der Existenz, uberzeugend dargestellt; fur den Protagonisten ist der Irrsinn außerlicher Ausdruck des Versuchs die eigene Angst zu uberwinden. Daher muss sich eine Untersuchung des "Lenz" auch mit der Ursache des Wahnsinns und der Angst beschaftigen, die sich aus philosophischer, psychologischer, psychatrischer, sozialen, diereligioser Perspektive ananasieren lasst. Eine adaq ates Verstadinis des kunstvollen und vielseitigen Werks Buchners ist daher nur durch ein Einbeziehen dieser diversen und mannigfaltigen Ansatze moglich. Diese Untersuchung unternimmt den Versuch einer Interpretation, die sich durch ein Zusammenfassen dieser Perspektiven dem Aufbau und der Bedeutung des sozialen Raums des "Lenz" nahert.Jeder Autor entwickelt eigene Ausdrucksweisen von sich dem Leser zu vermitteln, und jedes Werk entfaltet seine besonderen Eigenheiten bezuglich des kunstlerischen Ausdrucks. In dieser Hinsicht kann der Raum im "Lenz" in den Raum des Selbst, den sozialen Raum und den Raum der Natur unterschieden werden. In der vorliegenden Arbeit wird der soziale Raum untersucht, in dem sich der Charakter der gesellschaftlichen Krafte zeigt, die den Protagonisten in den Wahnsinn treiben, und den Prozess der Beschneidung seines Selbst darstellt. Es gibt Interpretationen, die den "Lenz" als Erzahlung einer psychologisch pathologischen Situation verstehen und damit in Gegensatz zu Buchners Dramen stellen, die sein gesellschaftliches Engagement in soziale Bewegungen widerspiegeln. Die vorliegende Arbeit hingegen sucht die Ursachen fur Lenzens Unsicherheit und Angst in der grundsatzlich absurden Situation der burgerlichen Klassengesellschaft. Wie der Mensch immer nur ein gesellschaftliches Produkt ist, ist auch Lenzens Vater, der den Ursprung seiner weltanschaulichen Verwirrung und Krisen markiert, nur eine Marionette der geschichtlich hergestellten Gesellschaft. So kann auch Lenz, der sich der Gesellschaft widersetzt und versucht sein Selbst zu verwirklichen, nur schwer seinem elendigen Schicksal entfliehen. Im ?Lenz“ treten diese gesellschaftlichen Krafte nicht direkt auf, sondern vermittelt als wallende Angriffe durch den Auftritt Kaufmanns, im Brief des Vaters, im Fehlen des Pfarrers Oberlin und in seinem Drangen auf eine Ruckkehr in die Heimat, die den Wahnsinn und die Angst stetig vorantreiben. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs; die gewaltigen sozialen Krafte, die als ?Alp des Wahnsinns“ dargestellt werden wirken als formlose Schicksalhaftigkeit unablassig auf ihn ein. Daher beschaftigt sich diese Untersuchung mit biographischen Elementen, die in den Eigenschaften der sozialen Krafte, dem Verhaltnis zum Vater und seinem Brief und der Bedeutung dieses Briefes zum Ausdruck kommen. Die Forderung des Vaters in die Heimat zuruckzukommen und das Bedrangen des zustimmenden Pfarrers Oberlin definieren seine Muhen in Waldbach eine eigene Identitat zu finden und die Hoffnung auf eine Heilung des Selbst als sinnlose Irretaten und treiben ihn vollends in den Wahnsinn. Hier schillert Buchners paradoxe Sprache wie ein Edelstein; denn es entsteht das Paradox, dass eben diese sinnlosen Irrsinnigkeiten fur Lenzens Uberleben und Selbstverwirklichung notwendig sind, und daher die so rationalen Forderungen und Bedrangen seines Vaters und des Pfarrers Oberlin zu "Fluchen" werden, die Lenz in den Wahnsinn treiben. Seine Gewissensnot, den Tod von Friederike und Mutter verursacht zu haben, die seine emotionalen Stutzen waren und seinen inneren Raum des Selbst konstituierten, besiegeln sein Schicksal des unvermeidlichen Irrsinns. Er wird zum Spielball des Schicksals und der einzige Ausweg, der dem Protagonisten bleibt, ist desinteressierte Resignation.Im ?Lenz“ wird die Geschichte eines talentierten und vielversprechenden jungen Schriftstellers dargestellt, der bedrangt durch seine allzu vernunftige Verwandschaft und einer von konkurrenz gepragten burgerlichen Gesellschaft in den Wahnsinn getrieben wird. Buchner erzahlt diese Geschichte anhand indirekter Ausdrucksformen, die sich in raumlichen Formen versinnlichen und im verzerrten Bild das Paradox des Wahnsinnigen widerspiegeln.
Buchner schildert die von ihm erfahrene und beobachtete Realitat sachlich wie ein Historiker, aber unter Zufugung von Asthetik und Humanismus. Besonders im "Lenz" werden nicht nur Buchners Kunstvorstellung, sondern auch tiefgehende Erfahrungen und Krisen wie das Scheitern der Existenz, uberzeugend dargestellt; fur den Protagonisten ist der Irrsinn außerlicher Ausdruck des Versuchs die eigene Angst zu uberwinden. Daher muss sich eine Untersuchung des "Lenz" auch mit der Ursache des Wahnsinns und der Angst beschaftigen, die sich aus philosophischer, psychologischer, psychatrischer, sozialen, diereligioser Perspektive ananasieren lasst. Eine adaq ates Verstadinis des kunstvollen und vielseitigen Werks Buchners ist daher nur durch ein Einbeziehen dieser diversen und mannigfaltigen Ansatze moglich. Diese Untersuchung unternimmt den Versuch einer Interpretation, die sich durch ein Zusammenfassen dieser Perspektiven dem Aufbau und der Bedeutung des sozialen Raums des "Lenz" nahert.Jeder Autor entwickelt eigene Ausdrucksweisen von sich dem Leser zu vermitteln, und jedes Werk entfaltet seine besonderen Eigenheiten bezuglich des kunstlerischen Ausdrucks. In dieser Hinsicht kann der Raum im "Lenz" in den Raum des Selbst, den sozialen Raum und den Raum der Natur unterschieden werden. In der vorliegenden Arbeit wird der soziale Raum untersucht, in dem sich der Charakter der gesellschaftlichen Krafte zeigt, die den Protagonisten in den Wahnsinn treiben, und den Prozess der Beschneidung seines Selbst darstellt. Es gibt Interpretationen, die den "Lenz" als Erzahlung einer psychologisch pathologischen Situation verstehen und damit in Gegensatz zu Buchners Dramen stellen, die sein gesellschaftliches Engagement in soziale Bewegungen widerspiegeln. Die vorliegende Arbeit hingegen sucht die Ursachen fur Lenzens Unsicherheit und Angst in der grundsatzlich absurden Situation der burgerlichen Klassengesellschaft. Wie der Mensch immer nur ein gesellschaftliches Produkt ist, ist auch Lenzens Vater, der den Ursprung seiner weltanschaulichen Verwirrung und Krisen markiert, nur eine Marionette der geschichtlich hergestellten Gesellschaft. So kann auch Lenz, der sich der Gesellschaft widersetzt und versucht sein Selbst zu verwirklichen, nur schwer seinem elendigen Schicksal entfliehen. Im ?Lenz“ treten diese gesellschaftlichen Krafte nicht direkt auf, sondern vermittelt als wallende Angriffe durch den Auftritt Kaufmanns, im Brief des Vaters, im Fehlen des Pfarrers Oberlin und in seinem Drangen auf eine Ruckkehr in die Heimat, die den Wahnsinn und die Angst stetig vorantreiben. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs; die gewaltigen sozialen Krafte, die als ?Alp des Wahnsinns“ dargestellt werden wirken als formlose Schicksalhaftigkeit unablassig auf ihn ein. Daher beschaftigt sich diese Untersuchung mit biographischen Elementen, die in den Eigenschaften der sozialen Krafte, dem Verhaltnis zum Vater und seinem Brief und der Bedeutung dieses Briefes zum Ausdruck kommen. Die Forderung des Vaters in die Heimat zuruckzukommen und das Bedrangen des zustimmenden Pfarrers Oberlin definieren seine Muhen in Waldbach eine eigene Identitat zu finden und die Hoffnung auf eine Heilung des Selbst als sinnlose Irretaten und treiben ihn vollends in den Wahnsinn. Hier schillert Buchners paradoxe Sprache wie ein Edelstein; denn es entsteht das Paradox, dass eben diese sinnlosen Irrsinnigkeiten fur Lenzens Uberleben und Selbstverwirklichung notwendig sind, und daher die so rationalen Forderungen und Bedrangen seines Vaters und des Pfarrers Oberlin zu "Fluchen" werden, die Lenz in den Wahnsinn treiben. Seine Gewissensnot, den Tod von Friederike und Mutter verursacht zu haben, die seine emotionalen Stutzen waren und seinen inneren Raum des Selbst konstituierten, besiegeln sein Schicksal des unvermeidlichen Irrsinns. Er wird zum Spielball des Schicksals und der einzige Ausweg, der dem Protagonisten bleibt, ist desinteressierte Resignation.Im ?Lenz“ wird die Geschichte eines talentierten und vielversprechenden jungen Schriftstellers dargestellt, der bedrangt durch seine allzu vernunftige Verwandschaft und einer von konkurrenz gepragten burgerlichen Gesellschaft in den Wahnsinn getrieben wird. Buchner erzahlt diese Geschichte anhand indirekter Ausdrucksformen, die sich in raumlichen Formen versinnlichen und im verzerrten Bild das Paradox des Wahnsinnigen widerspiegeln.
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