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논문 기본 정보
- 자료유형
- 학술저널
- 저자정보
- 발행연도
- 2010.12
- 수록면
- 25 - 44 (20page)
이용수
초록· 키워드
Uber Rilkes Dinggedicht herrscht in der Forschung eine Vielzahl verschiedener Meinungen. Am verbreitetsten ist die Ansicht, es wolle das Wesen eines Gegenstandes in einer Weise ausdrucken, als sprache dieser uber sich selbst. Als Beispiel dafur gilt <Der Panther> als ein Gedicht, das die Grenzsituation des Panthers im Kafig erfolgreich schildert. Dagegen sieht Bernhard Blume den Panther als ein Symbol fur den Dichter, der sich in Wirklichkeit selbst in einer Sackgasse befindet. Die vorliegende Studie beabsichtigt, diesem Umstand in der Art und Weise, wie Rilke seine Dichtung erschafft, also in der Struktur des Dinggedichts selbst auf den Grund zu gehen.Das Dinggedicht hat zum einen den Moment der Nachahmung und zum anderen den der Abstraktion auf derselben Ebene in sich. Diese Sachlage lasst uns das Dinggedicht aus der Sicht der Reprasentation oder der des Symbols interpretieren. Aber es erlaubt sich kaum, das Dinggedicht nur als reine Nachahmung eines Gegenstandes zu lesen. Denn es vereinfacht grob die Grundzuge eines Gegenstandes mit einigen dicken Grundlinien, darauf geschieht jenseits der konkreten Schilderung der Dinge eine Abstraktion der Wirklichkeit, die zur Verallgemeinerung fuhrt, in der sich die Sehnsucht des Dichters nach dem Allgemeinen verbirgt. Aus der extremen Entwicklung der Abstraktion resultiert eine Symbolisierung. So gesehen laßt sich das empathische Gedicht als Erfahrungsgedicht, das abstrakte Gedicht als Gedicht mit Symbolcharakter bezeichnen.Nach Wilhelm Worringer haben die spezifischen Kunstgesetze mit der Asthetik des Naturschonen prinzipiell nichts zu tun. Er meint damit, dass es nicht wichtig ist, die Natur zu schildern wie sie ist, sondern es die Hauptsache sei, wie man die Natur in Kunst verwandeln kann und welche konkreten Voraussetzungen diese Arbeit in sich hat. Aus der konkreten Beschreibung des Lebens entwickelt sich eine Abstraktion, die zu einer Symbolisierung und Generalisierung fuhrt, charakteristisch fur Literatursprache im Allgemeinen. Verkurzt gesagt dient die Schilderung eines Panthers im Kafig oder eines Schwans als leeres Gefaß, welches man mit der Symbolisierung des Lebens fullt. Das Dinggedicht liegt im Spannungsfeld zwischen dem Drang zur reinen Nachahmung der Dinge und dem Drang des Dichters, seinem Inneren Ausdruck zu verleihen. Dies ermoglicht es, Rilkes Dinggedicht zum einen aus der Sicht der Nachahmung, zum anderen aus der Sicht des Symbols zu lesen. Um mit Worringer zu sprechen: Das Dinggedicht ist ein Aussprechen des Wunsches des Dichters nach Sicherheit in existentiell unsicheren Zeiten durch Abstraktion, oder wie Rilke an Lou Salome schreibt: “Dinge machen aus Angst.”
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